Delta-Chef Richard Anderson soll bald die größte Airline der Welt führen.

Die Fusion der Fluggesellschaften Delta und Northwest übertrifft die bisher führende American Airline nach Passagieren. Allerdings müssen die Aktionäre diesem Deal noch zustimmen. Sollte wirklich alles klappen erreicht das neue Unternehmen einen Börsenwert von rund 17,7 Milliarden Dollar (12 Milliarden Euro).
Delta und Northwest wollen durch die Fusion dem wachsenden wirtschaftlichen Druck und der Konkurrenz aus dem Ausland trotzen. Außerdem, so die Fluggesellschaften, sollen ihre Arbeitsplätze sicherer werden. Allerdings ist der geplante Zusammenschluss nicht gerade billig. Eine Milliarde Dollar soll die Fusion kosten, das Unternehmen hofft auf jährliche Einsparungen in ähnlicher Höhe.
Dass es zu einer Fusion kommen würde, wurde in den letzten Wochen immer klarer, obwohl die Gewerkschaft der Piloten sich dagegen aussprach. Denn eine gemeinsame Regelung für die Piloten beider Airlines wurde nicht ausgehandelt. Aber die Fluggesellschaften wollen sich darum angeblich noch kümmern.
Gemeinsam besitzen die beiden Airlines nun eine Flotte von fast 800 Flugzeugen. Damit werden 390 Zielflughäfen in 67 Ländern angeflogen. Da Delta hauptsächlich Lateinamerika und die Karibik angeflogen hat, Northwest dagegen eher im asiatischen Raum zugegen war, ergänzen sich die beiden perfekt. Europa ist bei beiden Fluggesellschaften beliebt. Die zahlreichen Ziele sollen auch in Zukunft gehalten werden, was vor allem in den USA wichtig ist. Dort werden viele kleinere Städte angeflogen.
Insgesamt gibt es bei der neuen Delta-Northwest 75.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt, die voraussichtlich einen Jahresumsatz von 35 Milliarden Dollar (24 Milliarden Euro) erwirtschaften werden. Hoffentlich vergisst die neue Superfluggesellschaft darüber nicht ihre Piloten.







